13.12.19

Ich hatte zum ersten Mal Gitarrenunterricht. Der Lehrer etwas älter, so mitte 50, in seiner althippiesken Art durchaus attraktiv, seine Frau, die mich durch ihre sachliche Coolness einschüchtert, leitet die Musikschule. Als ich im Unterricht sitze und erzähle, dass ich mir Lieder ausdenke und mich gern selbst damit begleiten würde, außerdem meine Lieblingskünstler aufzähle, sagt er: Ich bin beeindruckt. Da merke ich, dass ich hier sitze und auch versuche, ihn zu beeindrucken. Und er beeindruckt ist.
Dass ich heute die Rolle der jungen lebendigen Frau zeige, die bei älteren Männern immer zieht, die junge talentierte Frau, Künstlerin, asiatische Kampfkünstlerin, Philosophin, etwas mädchenhaft, aber unabhängig und frei, und es ist mir peinlich, das zu schreiben, klingt es doch so, als sei ich durch und durch berechnend und aufgesetzt. Und es ist mir peinlich, dass ich direkt das Bedürfnis habe, die Aussage des letzten Satzes zu relativieren, indem ich erkläre, wie ich EIgentlich bin, mich also zu rechtfertigen, also tu ich es jetzt nicht.

Ein Kommentar zu “13.12.19

  1. Ähm … nee, althippiesk ist man mit Ende sechzig oder siebzig. Mit Mitte fünfzig heute heißt das, dass er 1968 drei Jahre alt war. Oder meinst du, dass er wie ein alternder Hippie wirkt? Dann wäre es natürlich ein passendes Adjektiv.

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: